Mit einem belustigten Funkeln in den Augen betrachtete die Rappstute die missliche Situation ihrer Artgenossin. âAch. Auf mich macht dieser Busch einen netten und kuschligen Eindruck.â entgegnete sie mit einem Grinsen, noch immer das ihr gegebene Bild betrachtend. Mittlerweile lieĂ sich Sur auf ihre Hinterbeine fallen und senkte ihren Kopf etwas. So fĂŒhlte sie sich nicht als wĂŒrde sie ihr GegenĂŒber von oben herab behandeln. Dass sie keine Antwort auf ihre Frage bekam, störte die Rappstute nicht wirklich, weshalb sie das verschmitzte Grinsen beibehielt. âEinen Trend im angekettet sein oder das Resultat einer Befreiung mit den DornenĂ€sten im Schweif?â harkte sie grinsend nach und deutete mit ihrem Kopf auf den Dornenbusch mit dessen Ăsten, welche sich schön in dem Schweif der Anderen verfangen hatten. Wahrlich könnte dieser Dornenbusch ein wunderschönes Accessoire in einer fernen Zukunft werden. Doch wer sich einen solchen Ast freiwillig ins Haar hĂ€ngte, hatte sicherlich nichts besseres zu tun oder versuchte den neunen Trend weiter fortzutragen. âNaja. Vielleicht wird es ja wirklich ein neuer Trend fĂŒr Pferde mit groĂer Langeweile.â fĂŒgte sie noch schnell hinzu, wĂ€hrend sie ihren Kopf etwas schieflegte.
Supergirl legte den Kopf schief. âAch, vielleicht wollt ihr nĂ€her kommen und selbst Bekanntschaft mit ihm schlieĂen? Wie sagt man noch, hm...â Sie legte eine kurze Pause ein, in dem sie nach dem richtigen Sprichwort suchte. âStachelige Schale, weicher Kern, nicht?â Manche sollten ja auf so etwas stehen.
Leider gehörte sie nicht dazu â nun, um genau zu sein betrauerte sie diesen Umstand gerade zum ersten Mal, schlieĂlich war sie nicht eine dieser Stuten, die wehklagend mit anderen wehklagenden Stuten beisammen stand und sich ĂŒber ihr wehklage-bedĂŒrftiges Leben austauschte. Viel lieber genoss sie die Gegenwart der gut gelaunten Rappstute, die sich nun zu ihr herabmĂŒhte. ĂuĂerst nett von ihr, wie sie fand, doch ihr kleines Dilemma wurde davon nicht auch nicht gelöst.
Doch sie wĂ€re nicht sie, wenn sie die Situation nicht zumindest mit Humor nehmen wĂŒrde. âAh, ich kann die Schlagzeilen schon hören... âDie durch den Dornwald gingâ, oder, nein, noch besser: âSchönheit aus der NĂ€he ziemlich kratzbĂŒrstigâ.â Sie funkelte ihr GegenĂŒber amĂŒsiert an. âIrgendetwas Gutes muss dieser Lage doch entspringen! Meinst du nicht, ich habe genau die richtige Ausstrahlung, um ihn in die Welt zu tragen?â Sie klimperte kokett mit den Wimpern.
Amüsiert beobachtete Sur ihr gegenüber. Die Rappstute schüttelte kichernd den Kopf. “Ich will mich nicht in Eure äußerts interessante Beziehung einmischen. Ebenso erscheint es mir, das der Busch Sie viel lieber in der Nähe hält, als mich.“ erwiderte sie auf die Aussage ihres Gegenübers lachend und legte den Blick wieder auf den Busch. Zustimmend auf die nächsten Worte ihrer neuen Bekanntschaft mit einem Lächeln auf den Lippen.
Weiterhin beobachtete sie die amüsante Szene vor sich, ehe sich die schwarze Stute wieder erhob und sich zu dem Peiniger ihres Gegenübers ging. Sie näherte sich langsam mit ihrem Kopf, schnupperte an dem mit Dornen besetzten Ast, passte dabei sorgfältig auf, nicht auch noch ihre Mähne in die Klauen des Busches zu geben. Nach ihrer kleinen Musterung des Peinigers der anderen Stute, stellte sie sich wieder vor diese, senkte nun ihren Kopf zu ihr hinab.
“Wirklich interessante Schlagzeilen, die man hören würde.“ kam es schmunzelnd von Sur. Mit einem Lachen nahm sie die Worte der anderen wahr. “Ach, an der Ausstrahlung zweifle ich nicht, dass dir diese fehlt. Es fehlt er die Freiheit, diesen neuen Modetrend in die Welt zu tragen.“ entgegnete die Rappstute keck und legte den Kopf etwas schief. “Darf ich dir nun mit deiner stachligen und kratzbürstigen Bekanntschaft helfen oder schaffst du dies selber?“