Kazuya trabte entspannt in Richtung See. Er fühlte sich verloren, seit die Fenrir Ano nicht mehr existierten. Warum sich das Rudel aufgelöst hatte, hatte er nicht wirklich verstanden. Kennocha hatte sich kurz gehalten und sie alle entlassen. Seitdem stromte er wieder allein umher und war sich nicht sicher, wie es weitergehen sollte. Zu den Pferden gehen? Defintiv nicht. Er hatte mit Hunden und Wölfen schon probleme, da brauchte er sich nicht noch zusätzlich unter Druck zu setzen. Eigentlich dachte er, er hätte ein Zuhause gefunden zu haben, doch stattdessen hatte er sich geirrt und war wieder alleine unterwegs. Was hatte er eigentlich erwartet? Das er einmal Glück haben würde? Ironisch lachte er auf und schnüffelte in der Umgebung. Er war alleine. Zufrieden seufzte er und erreichte den großen See in der Mitte des Tals. kristallklar lag er vor ihm, unberührt von Zeit und anderem Getier. Heute war er wahrhaftig allein. Nicht das er andere Tiere sonderlich oft sah. Bis auf Beutetiere war das Tal wie ausgestorben. Könnte schlimmer sein, fand er.
Vorsichtig trat er an den See heran und trank etwas. Seine Aufmerksamkeit wurde vollkommen vereinnahmt von dem Kühlen nass, dass seine Kehle hinab ran. Es war auch einfach zu heiß für den Husky, jetzt gerade im Hochsommer. Nachdem er fertig getrunken hatte, ging er an den Rand zurück in den Schatten und ließ sich nieder. Hier würde er wohl eine Weile bleiben, bis es zeit war weiterzuziehen.
Die bunte Hündin irrte nun schon eine ganze Zeit lang alleine im Tal herum. Eigentlich hatte sie ja ein Zuhause gehabt, doch es gab hier und da ein hin und her und ihre letzte Info war das sich die Herde aufgelöst hatte. Ihre Brust zog sich bei diesem Gedanken zusammen und sie verspürte ein leichtes stechen in ihrer Herzgegend. Da hatte sie endlich eine Heimat gefunden wo sie sich geborgen und sicher fühlte und jetzt hatte sie wieder kein Dach über den Kopf und war auf sich alleine gestellt. Sie war sich noch nicht sicher wie sie das überhaup packen sollte, sie war nicht die schnellste oder gar die stärkste. Hier und da vernahm man ja immer wieder das es im Tal nicht überall sicher war. Sie senkte ihr Blick und seufzte leise. Zwar hatte sie schon lange niemanden mehr angetroffen, doch das konnte sich ja auch ganz schnell wieder ändern. Gefahr konnte hinter jedem Baum lauern. Es reichten ja schon ächzende Äste und starker Wind der durch die Blätter fuhr um die bunte Hündin zu erschrecken.
Byblis war so fest in ihren Gedanken versunken das sie gar nicht mitbekommen hatte in welcher Richtung sie ihre Pfoten trugen. Sie erblickte einen riesigen See. Erst jetzt bemerkte sie wie durstig sie eigentlich doch war, wie schnell sie das trinken doch vergaß. Sie näherte sich dem ruhigen Wasser, blickte kurz ihr Spiegelbild an. Sie seufzte erneut traurig ehe sie ein paar Schlücke nahm. Das kühle nass rann ihre trockene Kehle herunter. Zufrieden leckte sie sich ihre Lefzen ab und drehte sich um. Nur um dabei zu Stein zu erstarren. Sie hatte doch glatt den anderen Hund nicht bemerkt der etwas weiter von ihr entfernt lag. Sie wusste nicht so recht was sie tun sollte und war dezend überfordert. Sie hatte noch Zeit um das weite zu suchen, doch wer weiß wie schnell ihr Artgenosse war?