Unbenanntes Dokument

Alle Posts von Thiana

Alle - Nur Rollenspiel

Kein Avatar hinterlegt.


Thiana » 22.10.2018, 09:55 » Die Wiesen #2

Umbra Aeternam



“Oh das tut mir leid, dich dahingehend zu enttäuschen. Leider kann ich dir gerade nichts davon erzählen.“ es tat ihr wirklich leid, dem Koloss vor ihr nicht mehr erzählen zu können, immerhin schien von ihm eine Macht aus zu gehen, die sie liebte. Thiana wusste, dass diese Macht, diese Dunkelheit und seine pure Gefahr die er ausstrahlte etwas sei, was ihre verdammte Sucht stillen konnte. Eine Sucht, die wenn sie nicht gestillt wurde, nur noch weiter und tiefer in sich grub und damit die andere hervor lockte, wie eh schon.

“Ich kann dir höchstens anbieten, mit dir gemeinsam das Tal und seine Ecken zu erkunden, aber ich vermute, ein starker, großer Lord wie ihr braucht solch ein lächerliches Anhängsel wie mich nicht…“ unschuldig blickte sie nun unter den Augenliedern hervor und rang sich ein schüchternes Lächeln ab, obgleich man in ihren Augen die bewusste Absicht sehen konnte. Alleine sein war blöd, noch mehr, wenn das andere in ihr durchkam. Jeder nahm reiß aus und keiner gab ihr, was sie brauchte.

Eigentlich hätte sie lügen können, aber das war ihr zu wieder. Etwas nicht zu sagen oder die Wahrheit zu umdrehen, das waren zwei verschiedene Dinge. Ein bisschen Stolz besaß die Ponystute schon. Würde sie bald nicht bekommen, was sie brauchte, wäre sie wohl selber gezwungen, schmerzen zu zufügen. Ein glück konnte man ihre Narben an der Brust und der vorderen Bein Partie nicht sehen, dafür war ihr Fell und die Haut deutlich zu hell. So schien sie einfach rein und zart, wie ein Blume… eine Blume mit giftigen Stacheln.
Thiana » 19.09.2018, 13:13 » Die Wiesen #2

Umbra Aeternam




Ziemlich Wortkarg der große! Murrte es in ihr drin, obgleich sie dies eigentlich bevorzugte. Thiana wusste, dass diese dunkle Kreatur in ihr wie Gift war, welches in seiner Beute verehrende Folgen entwickelte. Sie war es, die nach dem Blut, nach dem Schmerz anderer sich sehnte, nicht sie. Obgleich auch Thiana selber es als solches schön empfand, es niemals eingestehen würde, liebte sie eher dabei zu sein, bei einem letzten Atemzug. Irgendwie makaber, und doch war dieser Drang und jener der mit ihrem Kämpfte erhört zu werden.

Braune Augen blickten in die des anderen, dessen dunkle Seele nach außen schien und dem Fell gleich dem Himmel war. Zu schade, kleines. In seinen Augen kann man nichts als Finsternis sehen. Ein bisschen Schmerz hätte er uns doch geben können! murrte das Ding in i ihrem Kopf und die Helle hatte Mühe, es von ihren eigenen Gedanken fern zu halten.

“Oh, das ist süß von dir, danke!“ antwortete sie, als er meinte, das sie nichts für ihren Kopf konnte – oder so ähnlich.

So schloss die Stute für einen Moment ihre Augen um sich zu konzentrieren und zu sammeln, ehe sie die Lieder hob und den Hengst das erste Mal ohne weitere Stimme im Kopf klar anblickte. Reinheit war zwar auf ihrem Fell aber keinesfalls in ihren nun klaren Augen zu finden, denn diese sprachen von Leid und Qual und schmerzt. Nicht für sich – vielleicht ein wenig – aber eher für andere. Hinterlist und Intrigen waren zu sehen, wenn man den Blick dafür hatte.

“Nicht sehr lange. Der Wald hatte den Sturm zu Anfang ferngehalten, aber mit dem Regen kam ich auf die Wiese zum fressen. Warum fragst du?“ sprach sie nun mit sanfter, ruhiger Stimme und neigte etwas den Kopf. Thiana war wirklich an einem Gespräch mit dem stillen Schatten interessiert, es erforderte nur sehr viel Konzentration für sie, welches die junge Stute nur in Notlagen bestenfalls aufbringen konnte. Es war nicht so, dass sie vollkommen von dem anderen in Besitz genommen wurde, nur förderte dieser eben ihren wirren Zustand und das war es, womit keiner klar kam. Alle hatten Angst vor ihr, diesem Monster, einem bluteigen Engel, die nach Schmerz und Blut gierte. Naja, das Ding in ihr jedenfalls. Nur das in ihr.

“Gibt es hier denn etwas interessantes? Etwas zum Verweilen, eine Herde, die jemand wie mich aufnimmt?“ diese Hoffnung war bereits vernichtet, aber vielleicht wusste der Schwarze mehr, als dass er preisgeben mochte. “Oder bist du auch erst hier eingetroffen wie ich?“ Thiana schien es gar nicht zu stören, dass von dem Anderen wirkliche ernsthaftere Gefahr ausging. Immerhin stand vor ihr ein Koloss. Andererseits war er nicht so flink und agil wie sie, dennoch, ein schneller gezielter Tritt von seinen großen Hufen und sie war hinüber. Innerlich lachte die Stimme auf und suhlte sich in ihrer nun langsam kommenden unangenehmen Angst.

Eine Angst die nicht einer Panik oder ihm selber glich sondern davor, nie mehr zu existieren. Nicht mehr zu sein, wie sie war. Andererseits, der Schatten hätte sie schon längst umlegen können. Wa… was für dumme Gedanken hab ich gerade? fragte sie sich und schüttelte bedächtig langsam den Kopf und diese zu sortieren und auf Antwort zu warten.
Thiana » 10.09.2018, 12:44 » Die Wiesen #2

Umbra Aeternam



Umbra war ja noch gut auszusprechen, aber das danach?

“Du hast aber einen sehr schweren Namen, kann ich dich einfach Umbra nennen? Das ist leichter als der Zungenbrecher Beiname!“ gestand die helle und blickte leicht unschuldig, leicht mit einem Funken List in den Augen zu dem großen auf. Seine Gegenfrage überraschte sie etwas, was man vermutlich deutlich sah. Warum sie so überrascht war? Eigentlich Namen die meisten wieder reiß aus, sobald sie mit bekamen, dass man mit ihr nur schwer Kommunikation führen konnte. Aber immerhin versuchte sich die Ponystute zusammen zu reißen, auch wenn das Monster in ihr mit den krallen scharrte. Was es wollte? Oh es wollte schmerzen sehen, es gierte nach etwas zerstörerischen. Nicht sich, aber jemand anders. Umbra würde ihr diesen Gefallen wohl nicht tun, dass er mit ihr über die Wiese galoppierte? Vielleicht umknickte? Eindringlich versuchte Thiana diese Gedanken und dieses Monster zurück zu drängen. Jetzt ist nicht der richtige Augenblick um in Wünsche zu verfallen.

“Thiana nennt man mich, jedenfalls jene, die lang genug mit mir ausgehalten haben um den Namen zu erfahren!“ eigentlich hätte sie nun kühl sein wollen, aber das kichernde, hämische lachen auf ihren Lippen gab dem ganzen Satz etwas unheilvolles, etwas schweres. Sprach sie von dem Irsinn in ihren Augen?

“Entschuldigung, manchmal ist mein Mundwerk einfach schneller als mein Kopf…“ bat sie ihn um Verzeihung und versuchte unschuldig zu wirken. Innerlich schüttelte es das dunkle und ließ es nur noch härter seine Krallen in ihr Fleisch bohren.

“Natürlich geht von mir keine Gefahr aus!“ nun schien ihre Stimme einen Normalzustand erreicht zu haben, lieblich, sanft mit einem Hauch von Unschuld.
“Es ist nur so, dass ich manchmal leicht verwirrt wirke und viele Artgenossen damit nicht umgehen können!“ versuchte sich die Helle heraus zu winden und betrachtete die großen Hufe des dunklen. Er hatte wohl keine Probleme damit, Freunde und eine Familie zu finden, nicht war? Kurz huschten die Augen nach oben.

“Du scheint damit wohl nicht sonderlich Probleme zu haben oder? So groß und stark und wunderschön du aussiehst!“ Kurz drehten sich die Ohren etwas, ehe sie ehrfürchtig nach hinten geklappt wurden.
“Tschuligung, ich halt besser meine Lippen geschlossen!“ gab sie nun etwas zurückhaltender von sich und betrachtete die Umgebung, während innerlich ihre Krankheit pulsierte und hinaus wollte. Hinaus in das Licht der Blitze, das grollen des Donnerst, des platschenden, strickten fallen der Tropfen aus dunklen Wolken.

Nur mühsam drang stück für stück durch das wabernde sing sang durch, dass sich Thiana mühsam auf die Lippen biss um den Gedankengesang nicht nach außen hin übertragen zu müssen.

Dunkle Wolken ziehen wie Schatten über das ganze Land, in mir kommt die Gier auf das Getier dass ich massakrier… hihihiahahaha schon zu oft war sie so lange allein gewesen, dass sie nur diese Gedanken hatte und demnach war dies nun beinahe übermächtig. Niemals würde sie selber Huf an legen aber ihre mehr oder weniger kurze Reise bot so ziemlich viele Gelegenheiten, bei Wolfsjagten und das zerreißen ihrer Beuten dabei zu sein, zu zusehen, sehen wie das andere Leidet. Das gab ihr eine gewisse Lust und später die Freiheit von diesen dunklen Monstern in ihr drin. Keiner brauchte Angst vor ihr zu haben, nur sie selbst. Nur sie, denn sie wollte helfen und konnte es doch nicht. Wollte lieben und fühlte nur den Schmerz. Wollte Leben und doch war sie ständig dem Tod näher. Also fand sie sich damit ab. Oder?
Thiana » 26.08.2018, 10:27 » Die Wiesen #2

Umbra Aeternam




Mit der Nacht, kam der Sturm. Regen durchnässte das glänzend weiße Fell der kleinen Ponystute, ließ die Mähne strähning an dem Hals kleben, sie unwirklich, beinahe wie einen Geist erscheinen, je mehr Blize den Nachthimmel erhellten. Doch Thiana blieb ruhig, genoss das Nasse, Tropfen die unaufhaltsam den Boden durchtränken wollten, niedergeschlagen durch dicke dunkle Wolken die jene Nacht noch dunkler werden ließen. Eine samtige Decke aus unheilvollen Donnern, welches die Erde erzittern ließ. Jegliches Getier hatte sich zurückgezogen dieser Wand aus Finsterniss nicht zum Opfer fallen zu wollen. Nicht jedes, denn das kleine Pferd stand dort, inmitten des Sturms, unberührt und weiter mit gesenktem Kopf am Grasen.

Um sie herum pechschwarze Dunkelheit die mit Krallen und Zähnen nach ihr gierte, ausstreckte und zerreisen wollte, doch sie, sie as und genoss. Glänzende Augen verrieten, wie sie vor sich hin träumte, einen Tanz mit diesem Sturm, wäre der Hunger nicht gegenwärtig, der sie von einem wilden ungestühmen Galopp abhielt. Dann wäre sie wie die Sternschnuppen am Himmel. Aber bei jenem Gedanken kräuselte Thiana nur die Nüstern und prustete aus.

Es dauerte nicht wirklich lange, als eine dunkle, tiefe Stimme sie aus ihrem Fresswahn hinaustrieb. Nicht bemerkt, wie sich ein Pferd angecshlichen hatte. Angeschlichen war zwar das falsche wort, denn Thiana hätte selbst einen Tornado nicht war genommen, doch leicht zusammen gezuckt drehte sich die kleine um.

“WOW“ entwich es ihr, als sie den Kopf hob und dem Koloss, dem Wahnsinn... dem Tod in die Augen blicken wollte. Ein Blitz zerriss genau hinter ihm die Finsterniss und ließ die Konturen in ihren Augen spiegeln. Große Konturen von Stärke und abgrundtiefer Finsterniss. Etwas in der hellen Stute regte sich, etwas dunkless, monströses. Darauf haben wir gewartet, Püppchen, nicht war? Nicht war? kicherte es in ihr und ein schmales lächeln zierte ihre Lippen während der Regen über ihren Kopf floss und hinab zu Boden sank.

“Der Abend ist gerade noch angenehmer geworden, mit einer solch Gewallt vor mir!“ sprach sie, aber nicht voller erfuhrcht, sondern eher voll wahnsinniger Freude. Vorfreude.

nigro legiones vexata convallis tellus cruentos amnes in valle kreischte es in ihr drinnen, fauchte und klapperte, zischte und fröstelte.

”Täler werden mit Blut durchträgt, während der Schattenlord ins Land einzieht!” kicherte sie, schüttelte dann den Kopf, drehte sich um und senkte den Kopf um noch einige Büschel des Grases abzurupfen und zwischen ihren Zähnen zu zermalmen. Auch um sich wieder unter kontrolle zu bringen, denn in dieser Situation wäre ein wieder alleine Sein wohl fatal für ihre zerspliterte Seele.

”Wie darf ich dich ansprechen, dunkler Lord?” ihre Stimme war etwas weicher geworden, in den Augen schimmerte noch ein zarter Hauch von Irrsinn. ”Ja, Macht wohnt diesem Spiel von Dunkelheit und Licht wohl bei, da geb ich dir recht!” es schien, als sei die Art zuvor nur ein spiel gewesen zu sein, eine verrückte art, jemanden fern von sich zu halten. Doch das Monster war in ihr, zückte die Krallen und war bereit, nicht zu verlieren gegen die kleine helle Blume, die keinerlei Ahnung hatte, was mit ihr geschah, warum sie gelüste von Schmerz und Blut und anderer Art hatte, warum sie lieber einsam war als dass man Freunde mit verachtendem Blick gegen sie stellten. Nein Thiana war sicher, hier in der umarmung der Nacht, unter donnernden Brüllen und zerschneidendem Licht, hier war jeder vor ihr Sicher. Auch wenn sie sich die nähe eines anderen Tieres wünschte, wusste sie doch, das dies nie Lange anhielt. Der Koloss vor ihr, würde bestimmt auch alsbald reiß aus nehmen. Mit sicherheit und ihre Lehre, wäre weiterhin lehr. Trunken und ausgetrocknet, ohne Leid und Lust, ohne diese Schmerzen, die sie brauchte. Wobei, ist das nicht eigener Schmerz, schmerz ihrer eigenen Seele? Innerlich kicherte das Monster, welches sich vor und zurück wiegte und abwartend die Situation betrachtete.
Thiana » 10.07.2018, 23:42 » Die Wiesen #2

Umbra Aeternam


 

Stetig hatten sich die starken Beine der hellen Stute in den Boden gebohrt. Im selben Takt, Tagein und auch Tagaus. Ob es Tag oder Nacht, Sturm oder Hitze war. Nur laufen, laufen und mit sich reden, das war das einzige, was sie seid einigen Tagen – gar Wochen – tat. Eine Reise, das war es, hatte sie doch geplant – ungeplanter weise.
Nun tat sich der Wald auf und eine saftige Wiese ergötze ihre Augen und ließ die Sabber aus den Lippen laufen, knurrend der Magen nach fülle rufend.

“Auf das lüsternde, flüsternde Grün ihr zornigen Geister, auf auf!“ rief sie lachend und begann mit gesenktem Kopf hin das saftige Grün in sich auf zu nehmen damit der knurrende Bauch endlich mal ruhe gab. Seid Tagen war sie durch den dunklen, düsteren Wald umher geirrt, hatte kein Pferd gesehen, kein Tier gerochen. Keinerlei Spaß, keinerlei Gespräche, nichts auser sich, die Luft und die Finsterniss.
Auch jetzt spürte sie die unruhe des allein seins. Allein war immer soetwas sonderbares. Gerne war sie defintiv nicht allein, aber unter Pferde, die sie nicht mochten, wollte sie auch nicht blieben – zumal keiner ihr den Spaß bereiten konnte, den sie brauchte.
Wir bräcuhten mal wieder etwas Spaß, nicht war Püpchen? regte sich das Biest in ihr und strich mit seinen Klauen an ihrer Lunge entlang, sodass sie kurz aufhusten musste. Es kribbelte, entlang der Wirbelsäule stellten sich die feinen Haare empor und sie krümmte leichte diesen auf, wölbte um sich schließlich wohlig zu schütteln.

“Recht hast du. Recht recht recht.... wo ist er, dieser Spaß, wo nur?“ sprach sie zwischen dem Gras zermalmen und dem leichten hellen kichern. Zu jung und zu lang alleine, als das ihr Geist sich von den strapazen ihrer alten Herde heilen konnte. Kranker und zerbrochener Geist, in einem zierlichen Ponykörper.
Schneeweißes Fell ward wie eine Zielscheibe am Waldrand, in der nähe einen kleinen Fluss und weid und breit bislang kein weiteres Tier, während die Sonne sank und die Nacht sich mit leichten Nebelwellen über dem Land ausbreitete. Mit der Nacht, kamen die Feinde und mit den Feinden auch ihr Spaß. Vielleicht sah sie schutzlos und hilfsbedürftig aus, doch Thiana wäre niemals so lange am leben geblieben, würde sie vor knackenden Geräuschen, raschelnden Winden und grausigen Stimmen angst haben und flüchten. Nein nein, sie nicht. Naiv konnte man sie schimpfen, dumm und Suizidal, aber es trieb sie doch nur der Dämon in ihrem inneren dazu an. Ein dunkles etwas, was sie bestimmte, was sie lenkte, was sie zu dem machte, was sie war. Ein kranker Geist in einem wunderschönen zierlichen Körper.

“Oh kleiner Vogel, Federn so hell, so voller Blut, komm doch, komm doch, komm her zu mir!“ seuselte sie und wisperte und lachte.
Frass dann in ruhe weiter.
Seite: 1
Deine Suche ergab 5 Treffer.